ganz ehrlich…

in den letzten beiden tagen ist mir so viel gutes widefahren, dass ich hier nicht gebührlich ausdrücken kann und will, dass ich es auch garnicht erst versuche. bald bin ich ja auch wieder „daheim“.
in diesem sinne: „gehen sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!“

tag xxv

heute war shabbat, was meinst du also, was groß passiert sein soll, hmm?! ich war früh(!)stücken, dann für eine hlbe stunde im meer, dann hab ich gewaschen, die wäsche aufgehängt, falafel gegessen, geschlafen, getränke gekauft, geschlafen, zu abend gegessen, bin im internet gesurft, habe noch mehr geschlafen und jetzt gehe ich zähne putzen. ihr widert mich an, ganz ehrlich!
naja, eigentlich nicht. der morgige tag wird recht stressig, es geht ein letztes mal nach jerusalem.

tag xxiv

pardon, gestern abend schlief ich um elf vorm fernseher hier im hostel ein. es lief spongebob. als ich dann irgendwann wieder aufwachte wollte ich nicht mehr wirklich gerne bloggen. ganz ehrlich. die sonne weckte mich gestern morgen wieder unangenehm früh, nach dem frühstück besuchte ich dann das dizengoff-center, ein riesiges einkaufszentrum, für meine befindlichkeiten etwas zu groß. gekauft hab ich nischt. nach einem kleinen einkauf schlief ich das erste mal vorm fernseher ein, für drei stunden, während die skynews liefen. dann mit großem hunger aufwachen, die jerusalem post unter den arm klemmen und erstmal falafel essen. der falafel war groß und gut, und ich hatte auch genug zeit um etwas zu lesen. nach etwas rumbummeln und, vermutlich unveganem, eis gings dann ins meer. nach anderthalb stunden, als die sonne vollends verschwunden war zog es mich zurück ins hostel, kochen. wieder eine abenteuerliche kochsession aber es hat einigermaßen geklappt. gegessen wurde dann zu 300, der zufällig im fernsehen lief, danach half ich noch einer jungen französin, die bald nach berlin zieht, beim öffnen einer thunfischdose und unterhielt mich mit einer japanerin über die wenigen bezugsquellen für tofu in diesem land. nach dem essen, nach etwas mehr jpost lesen und smalltalk begab ich mich dann vor den fernseher um spongebob zu sehen, den rest kennt ihr ja…
heute wird nochmal gewaschen, sonst ist hier am shabbat nicht allzuviel los.

tag xxiii

heute begann der tag mit der benutzung des grandiosen supertoasters hier im hostel. was für ein schmuckstück! nach einem ausgiebigen frühstück machte ich mich auf den weg zum haganah-museum, wo die kontrolle durch den sicherheitsbeamten in der allgegenwärtigen bodyguardjacke recht lax ausfiel. auch hier erklärte mir eine hochmotivierte soldatin nach dem ticketkauf erstmal kurz was die haganah eigentlich war, und noch so einiges mehr. sie erzählte mir zwar nichts neues, aber mein basiswissen wurde nocheinmal aufgegrischt. das museum, halb haus von eliyahu golumb, halb neubau mit recht moderner ausstattung. einmal das wohnzimmer eines wichtigen kopfes der haganah begutachten zu können war schon interessant, gerade die bücherregale gaben viel her. der rest der ausstellung war informativ, gut vermittelt und ansehnlich, ein besuch lohnt sich also! nach dem museumsbesuch ging es wieder einmal ins buddha burgers restaurant. hier versuchte ich mich an einem quinoa-tempeh-salat, porionsgröße huge, was ein fehler war. auch wenn der salat superlecker war konnte ich doch nur etwa die hälfte davon in mich reinschaufeln. das konnte ich auch schonmal besser! zurück im hostel legte ich mich kurz schlafen, was dazu führte, dass ich allen rest von tagesplanung selbst sabotierte. ich habe noch nie vom bloßen schlafen so geschwitzt. um doch noch irgendwas zu machen gings nach der mütze schlaf kurz auf den markt, der gerade dabei war sich aufzulösen, wo ich leider nur ein paar karotten und etwas altes brot ergatterte. etwas enttäuscht davon deckte ich mich dann im örtlichen organic store gründlich mit soja für die kommenden tage ein. den rest des abends verbrachte ich müde und fertig vorm pc, mit lesen und quatsch machen. heute ist das dach zum glück fast leer, was meinem schlaf sicher hilfreich ist.

tag xxii

so, die letzte woche bricht an. heute morgen war mein schattenplatz auf dem dach leider besetzt, dementsprechend wurde recht früh gefrühstückt. es gab etwas gebäck mit hummus, den ich doch tatsächlich wieder essen kann, das hätte ich nicht gedacht! nach dem essen gings dann erstmal ans meer, leider wieder ohne sonnenschutz,weil dieser hier ultraüberteuert ist. da die wellen mir nicht ganz genehm waren, eine kontrollierte nasendusche etwas mehr spaß macht als die afgezwungene und der baywatcher mich, vermute ich zumindest, ermahnte, nicht in die surferzone zu treiben, war nach ner viertelstunde das ganze beendet. schnell noch unter die dusche, und dann auf den markt. der markt hier ist halb wie der shuk in jerusalem, und halb ein tourineppramschflohmarkt. hier gibt es viele unglaublich billige produkte namhafter marken, vor allem kleidung, krimskrams und diverse tshirts. bei den tshirts wurde direkt zugeschlagen, bei obst und gemüse auch. teuer war zum glück nichts davon. wo sonst kriegt man schon einen randvollen becher minze-zitronenlimo für umgerechnet vierzig cent?!
nach dem besuch auf dem markt gings dann zur post. die post hier ist etwas komisch, man zieht ne nummer, und alle lassen sich richtig viel zeit, genau wie an der supermarktkasse, eben nicht wie irgendwann sonst. nachdem alle postkarten verschickt waren ging ich noch in den coolen surfershop gegenüber, mir ein paar todchice, günstige flipflops kaufen, da mir der sand am strand mehrmals viel zu heiss war, und noch mehr blasen unter den füßen brauche ich nun wirklich nicht! als mich irgendwann später der hunger befiel, wurde gekocht, eine tätigkeit, die ich sehr vermisst habe! das kochen war zwar abenteuerlich, ohne öl oder anderes fett zum anbraten, ohne gewürze, salz ausgenommen, und auf einem ungewohnten gasherd, geschmeckts hat aber trotzdem sehr gut! nach dem essen gings dann wieder an den strand. die wellen waren weniger schlimm, die sonne ging unter, und ich fühlte mich wohl. nach anderthalb stunden bad im mittelmeer entstieg ich dann schrumpligerweise den fluten. jetzt gibt es noch ein wenig frisches obst und gleich gehts ins bettchen!

tag xxi

die zweite nacht auf dem dach war sogar noch sehr viel besser! und um acht, als es langsam etwas heiss in der sonne wurde, kam ich auf die idee mich einfach in den schatten zu legen und weiter zu schlafen. um zehn gings dann erstmal einen geldautomaten suchen, der meine karte akzeptiert und frühstücken. der baguettemann war sichtlich schockiert als ich wurst, schinken, salami, thunfisch und eiersalat ablehnte, aber daran wird er sich wohl gewöhnen müssen! nach dem frühstück machte ich mich daran, mein buch auszulesen und noch etwas zu dösen. der mittägliche hunger wurde mit falafel bekämpft, was recht wirkungsvoll war. als das buch ausgelesen war überlegte ich, wann wohl die sonne nicht mehr stark genug sein würde, mich wirklich schnell zu verbrennen. meine recherchen zogen sich etwas in die länge, als ich um acht uhr fertig war, war die sonne bereits untergegangen. trotzdem trat ich den 50 meter langen weg zum meer an. das wasser war sehr wohltemperiert und angenehm, wenn auch der müll etwas störte, aber man gewöhnt sich ja bekanntermaßen an allem! nach einer halben stunde gegen strömungen anschwimmen, plötzlich nicht mehr stehen können und von wellen überrumpelt werden, endete dann dieses meererlebnis, das erste seit längerer zeit. zurück im hostel wurde dann fix geduscht, um im taste of life noch etwas essen zu können. netterweise bekam ich dort, obwohl ich zu spät war noch einen tofuburger, mit allem drum und dran. und der war wirklich verdammt gut, dieser laden hat es wirklich verdient auf der liste der zehn besten veganen restaurants in asien zu stehen! nun geht dieser recht ereignislose tag zu ende, aber das muss ja auch mal sein dürfen!

tag xx

auf dem dach schlafen ist eigentlich super. nur nervten die „jungen leute“ mit ihrer gitarre und den neunziger jahre pop hits doch etwas, ich bin einfach etwas verwöhnt was gitarren angeht, vermute ich. nach verschiedenen ideen das nervige gezupfe zu unterbinden, ob nun durch zerschlagen des korpus auf meinem kopf (guter auftritt), auf dem kopf des spielenden (auch guter auftritt) oder auf dem boden (naja) schlief ich dann ein. es weckte mich die sonne so um acht, dann nochmal um neun, als diverse fliegen entschieden mich zu piesacken. aufstehen, duschen, noch eine nacht auf dem dach bezahlen, in den waschsalon gehen, es war wohl nicht das letzte mal, dann die sachen auf dem dach zum trocknen verteilen, was echt fix geht, etwas surfen, dann umziehen, falafel essen und mich auf den weg machen. erstmal gings zum etzl 1948-museum. keine große sache eigentlich, aber ganz schön gelegen. hier wurde mein reisepass schon sehr kritisch durch den anwesenden mann eines israelischen geheimdienstes (?) begutachtet. weiter gings danach ins idf history museum. hier wurde mein pass gleich von drei dieser leute beäugt, es wurden fragen gestellt, die mich doch sehr an das zwanghafte socializing im hostel erinnern, und das papier geprüft. letztendlich war alles okay. eine gut aussehende idf-soldatin mit sehr sympathischen, minimalen akzent verkaufte mein ticket, gab mir, eigentlich unberechtigterweise, den studi-rabatt. leider musste ich dann mein täschchen abgeben und auch das fotografieren war nicht erlaubt, ergo erstmal keine weiteren panzerbilder. tut mir leid. das museum war sehr oldschool, unterteilt in knapp zwanzig baracken, auf gefühlte 15°C runtergekühlt, was mich jedesmal einem kleinen kälteschock aussetzte, mit verschiedenen themen. ich vermute die letzte größere aktualisierung des museums fand anfang der neunziger statt, viele der informationstafeln gabs nur auf iwrit, interessant wars irgendwie trotzdem. zumindest teilweise. positiv in erinnerung blieben mir die etlichen wasserspender und der günstige getränkeautomat, wiedereinmal bestechen die idf mich mit wasser. mir solls recht sein. beim verlassen des museums sagte mir einer der guards, mit meiner tasche „könne ich jemanden umbringen“ und deutete auf das dünne stahlseil im gürtel, fragte aber auch gleich nach, wozu das dingen da ist. die gründe, eine steigerung des subjektiven sicherheitsgefühls, verstand er und machte dann beim zurückgeben der tasche noch spontan die sonnenbrille seines kollegen kaputt. und diese leute brauchen sonnenbrillen, glaubt mir. nach einem kurzen smalltalk verließ ich dann das gelände und machte mich auf die suche nach dem buddha burgers restaurant. nach ein wenig gelatsche war ich angekommen. ein knuffiger laden, nur störten mich die „für die tiere ist jeden tag treblinka“ und peta-plakate ein wenig. das essen war trotzdem wieder sehr gut und die leute nett. plötzlich packte mich die müdigkeit, die sonne ist eben ein gnadenloser wecker. nach einer dose guarana antarctica gings wieder, und ich ging ein wenig über den markt zurück zum hostel. hier legte ich mich, eigentlich zwecks lesen, auf meine matratze auf dem dach, schlief aber für zwei stunden ein. nach dem schlafen ist man ja bekanntermaßen hungrig, also kaufte ich mir den zweiten falafel des tages, etwas wasser und schweppes slightly sparkling berries, ein weiteres getränk, das ich vermissen werde. auf dem weg zurück traf ich dann auf meinen roomie aus massada, der im gleichen hostel wohnt und den abend mit wodka auf dem dach verbringen will. naja, wir werden sehen!
ich bin auf jeden fall froh endlich wieder frische klamotten zu haben!
die postkarten versuche ich morgen loszuwerden, irgendwie hab ich das gefühl, ich bin früher wieder daheim als die karten…

edit:mann ey, ich will noch nicht ins bett!

zum ersten mal in herzliya im hotel gehört. rockt!

tag xix

der tag heute begann mit einem schock: morgens im hostel hieß es plötzlich ich müsse raus, weil alles voll sei. verdammt! auf den schrecken gabs dann erstmal ordentlich was in den magen bei buddha burgers, wo ich entdeckte, dass orangensaft, apfelsaft und rote beetesaft zusammen echt lecker sind! dann gings in richtung süden, um theoretisch ein museum zu besichtigen. nachdem eben dieses irgendwie nicht auffindbar war gings in richtung strand. hier saß ich im schatten und las etwas, als plötzlich ein mensch an mir vorbei ging, den ich doch irgendwoeher kannte. israel bleibt ein dorf. ein genosse, den es auch nach israel verschlagen hat muss mir natürlich über den weg laufen! nach etwas konversation und einem besuch im lokalen falafelladen wurde mir dann ein brandheißer tip gegeben. ein hostel ganz um die ecke. direkt am strand, supergünstig und voll wie hundert rotarmisten. ich jedoch habe das glück auf dem dach schlafen zu dürfen. wer sich eben jenes für das dach über dem eigenen kopf vorstellt, der ignoriert das wetter hier: heiss. sehr heiss. auch nachts. dementsprechend ist das dach mal eine willkommene abwechslung zu den 18° C klimaanlagenzimmern. und kostet nur ein drittel. nach einer busfahrt durch die halbe stadt um mein gepäck zu holen richtete ich mich ein, ruhte mich etwas aus, um dann meinen weg ins taste of life anzutreten. das taste of life ist ein kleines, veganes restaurant um die ecke, betrieben von einer afroamerikanischen jüdischen sekte. das essen schmeckt trotzdem, ist gesund und bezahlbar. ich hatte einen vanillemilchshake mit sojaeis und einen bbq-burger, wobei burger hier geichbedeutend ist mit pita, aufgeschnitten mit zweierlei sorten sprossen, zwiebeln, cabbage, was ist das nochmal auf deutsch?!, und senfsauce. geilo also. danach gings dann wieder ins hostel, auf dem weg noch kurz in einen der vielen 24/7 supermärkte etwas guarana antarctica kaufen. jetzt wird erstmal gewaschen, dann stinke ich auch nicht mehr immer so…
ach ja, jetzt hat flickr auch gewollt. hooray!

tag xviiund xviii

freitag morgen wurde im hotel erstmal gepflegt das frühstück verpennt, dann wieder eingepackt und ausgecheckt. mit dem bus, leider diesmal einem linienbus, nicht mit einem volklimatisierten reisebus, gings dann nach tel aviv. das hostel war recht schnell gefunden, es wurde bezahlt und erstmal eine runde geschlafen. nach etwas belanglosem tun kam ich zurück ins zimmer und mein roomie, ein kroate, der in wien studiert hat, wies mich auf die riesenpfütze im eingangsbereich hin. die klimaanlage machte quatsch. dementsprechend wurde das zimmer gewechselt, was auch nicht schlimm war. ich hatte das glück, recht früh hier zu sein, so dass ich noch etwas auf der hauptstraße flanieren konnte. kurz vorm shabbat war da doch noch erschreckend viel los. ich schaffte es sogar im buddha burgers, einem veganen, urst gesunden imbiss noch einen burger zu essen und einen leckeren erdnussbuttershake zu trinken. dann gings zurück zum hostel. nach etwas mehr rumgehänge wars dann doch spät genug, auszugehen. mein ziel war der club barzilay, wo an diesem abend dubstep angesagt war. ich war nach einer dreiviertelstunde fußmarsch da, und um zwölf im club, was wohl recht früh ist für tel aviver verhältnisse. ich brauchte etwas zeit um warm zu werden, so langsam füllte sich aber der tanzboden und die musik wurde auch besser. ja, es ist möglich zu dubstep zu tanzen, alle taten es, ich auch, und zwar bis um sechs uhr morgens. sound, lichteffekte und atmosphäre waren klasse, alles in allem ein sehr gelungener abend! um sieben war ich dann wieder im hostel und bettfertig. früstück wurde ersetzt durch etwas vanillesojamilch und v8, ich wachte dann so gegen halb fünf wieder auf. der fernseher lief komischerweise, ein weiterer indiana jones film, davon laufen hier gerade alle rauf und runter, den ich bis zum ende schaute, dann duschte und wieder flanieren ging. shabbat war zu ende, die straßen wieder voller und cafés oder restaurants waren wieder offen. nicht aber das buddha burgers, weswegen ich einfach einen sehr guten falafel verspeiste. jetzt sitze ich im hostel, sehe fern und habe entdeckt, dass es nicht nur das bezahl-wlan des hostels gibt, sondern das ein_e nachbar_in auch unverschlüsselt sendet. damit endet dieser unspannende tag irgendwan…gute nacht!
ach ja, flickr-updates!

tag xiv und xv und xvi

wie bereits geschrieben: dienstag morgen um vier gings den snake path in massada hoch. es war heiß, steil und steinig, ich überholte aber trotzdem weiter fleißig menschen, wurde selber nur einmal überholt, schwitzte und trank literweise wasser. da es noch dunkel war, war der berg mit scheinwerfern beleuchtet, einige davon waren schwenkbar und wurden als motivationsscheinwerfer benutzt. sobald man stehen blieb um pause zu machen, war man hell erleuchtet. vielleicht war das auch alles nur ein zufall. oben auf dem berg, den ich vor all den lärmenden kindergruppen und teams a la „now, you are a team! and no one of you will be on top of that mountain, as long as not every team member is up there!“, suchte ich mir dann eine schöne stelle zum sonne gucken und fotos machen. an der stelle war auch mein amerikanischer roomie und einige kanadier_innen in meinem alter. ich war der einzige, der sich nicht auf die steinmauer setzte, angst und so, relativ schnell kam dann auch schon ein park ranger mit baumelnder mini-uzi, der alle wieder auf den staubigen boden schickte. eine der kanadierinnen machte dann noch etwas „trouble“, und dank meinen minimalen hebräisch-kenntnissen konnte ich sogar verstehen was der park ranger vor sich hin fluchte. nachdem ich das gesamte areal erkundet hatte gings dann den berg wieder runter. davon tun mir meine unterschenkel bis heute weh! die sonne war draußen, das wasser alle und ich neige irgendwie momentan zum umknicken. zurück im hostel gings dann erstmal zum frühstück und dann einige stunden ins bett. klimaanlage und licht gingen tagsüber nach zwanzig minuten aus, wenn der bewegungsmelder im zimmer keine bewegung registrierte, was mich mehrmals weckte. irgendwann kam dann mein neuer roomie, ein slovene, der für die eu im kosove, früher auf den philipinen arbeitet. wir beschlossen den hotel-pool zu besichtigen. nach einiger zeit im wasser gings dann duschen. als ich aus der dusche kam, war mein zweiter roomie gerade angekommen: ein us-australier mit zuviel geld. mit beiden ging ich dann essen, wir machten uns über die diversen jugendgruppen lustig und die beiden begonnen wein zu trinken. später am abend wurde dann noch mit einer niederländerin und einer deutschen fleißig romme gespielt und gequatscht. ein sehr netter abend, mein letzter in diesem superschönen hostel, in dem ich viele liebe menschen kennengelernt habe, kein einziges getränk selber bezahlen musste und zwei neue spiele gelernt habe. am nächsten morgen wurde dann ausgecheckt und es ging ab ins ein gedi spa. hier traf ich im sulfit-becken, das irgendwie nix bringt aber unheimlich ekelhaft riecht, den amerikaner vom ersten abend wieder, der auf seine mitreisende wartete. beide mussten dann recht schnell wieder weg. also machte ich mich alleine auf den weg nach draußen. wohlgemerkt ohne badelatschen oder sandalen, beides besitze ich nicht, sondern erst barfuß, nach der ersten bekanntschaft mit dem urst heissen boden dann in meinen new balance. die schlammkur fiel daher kurz und eher dürftig aus, meine schuhe bekamen leider etwas schlamm und schwefelwasser ab. dann gings mit der shuttlebimmelbahn an den strand. hier entledigte ich mich gekonnt meiner schuhe direkt am wasserrand, ohne zu wissen, wie hart und scharf der boden des toten meeres ist. spaß gemacht hats trotzdem, wasser im auge ist da halb so schlimm wie pfefferspray im auge, kein witz!
dann gings fix zum umziehen. fertig damit, in nassen schuhen und socken und immernoch nach diesem schwefelwasser riechend wartete ich auf den bus. zwei stunden lang, damit bereits drei an diesem tag. im bus wurde dann nur noch geschlafen.
zurück in yerushalaim packte ich schnell meinen kram und fuhr über tel aviv nach herzliya. da das hotel meiner wahl leider voll war, ging es in ein anderes. ab hier gibts nicht mehr viel zu berichten, eigentlich. lustig war, dass ich im hotel angekommen meinen rucksack aufs bett warf, dieser auf die fernbedienung fiel, was ich nicht bemerkte, ich aufs klo ging und plötzlich ein lautes „ooooh jaaaa, gibs mir! fester! härter!“ hörte. der fernseher war angegangen, und auf programm 0 war der pornokanal. ich schaltete schnell um und dachte schon an horrende rechnungen für die eine minute erwachsenenfilm, zum glück wars aber umsonst. morgens gings dann ins hotel meiner wahl, wo mir auffiel, dass die preise auf der website nicht in schekeln, sondern in us-dollar angegeben sind, dementsprechend gehts morgen dann ins hostel nach tel aviv. wenn das dortige halb so gut ist, wie das in massada, toppt das ohnehin jedes hotel, naja, bis auf den pornokanal…
heute musste ich außerdem feststellen, dass meine reisekrankenversicherung keine portschäden zahlt, ich vermutlich also nicht mit dennis hanover trainieren kann, was sehr schade ist, und dass ich außerdem etwas aufpassen sollte mit dem, was ich da mache.
fotos von massada gibts vermutlich sehr bald, wenn auch nicht alle hundertausend, die ich geschossen habe.